praxishandbuch: rechenschwäche - konkret, märz 2011

praxishandbuch: rechenförderung - konkret,  übungsformate im dialog, juli 2018

homepage: www.rechenschwaeche.co.at

 

grundsätzliches zur rechenschwächetherapie und zur rechenförderung:

es ist zwar nie – bis ins erwachsenenalter - zu spät mit einer förderung zu beginnen, man sollte jedoch so früh wie möglich starten! je länger man bei bestehender rechenschwäche zuwartet, desto mehr verfestigen sich mathematische missverständnisse, ineffiziente bearbeitungsstrategien mathematischer aufgabestellungen sowie das negative selbstbild des kindes, das oft weit über die eigentliche mathematische problematik hinausgeht.

standardisierte, meist nur ergebnisorientierte schulleistungs- und rechentests wie sie unter anderem von klinischen psychologinnen in der diagnose bzw. in wissenschaftlichen arbeiten verwendet werden, helfen in der regel nicht weiter, da wenige bis gar keine informationen über die gedanken des kindes, also über das "wie" des denkens und rechnens herausgefunden werden. betroffene kinder können mitunter durchaus richtige ergebnisse in derselben zeit wie gute schüler liefern, jedoch nur nach einem erheblich höheren übungs- und zeitaufwand und mit mangelndem verständnis. oder aber es bestätigt sich im rahmen eines solchen tests nur das erwartet schlechte, momentane leistungspotential des kindes beim rechnen ohne hilfreiche informationen für die notwendige unterstützung zu liefern.

am beginn einer betreuung steht immer eine individuelle qualitätsorientierte förderdiagnostik, deren zweck ausschließlich ist, die entscheidenden ansatzpunkte für die folgende förderung zu ermitteln. dabei finden auch mögliche andere verursachungsfaktoren anamnestisch berücksichtigung. nur eine rechenleistungsdiagnostik im rahmen eines individuellen betreuungsgespräches kann im dialog falsche denkweisen und unverstandene schemata aufdecken und wesentliche informationen für eine notwendige unterstützung bereitstellen.

im schmunzelclub wird ein derartiges diagnosegespräch mit anschließender beratung und förderung angeboten, wobei auch der aspekt möglicher teilleistungsschwächen und deren stärkung durch ein individuelles training in betracht gezogen werden. im regelfall findet die diagnostik in anwesenheit zumindest eines elternteils statt, da ja die eltern zumeist auch die wesentlichen partner in der anschließenden förderung des kindes sind.

die eltern erhalten im rahmen des auswertungsgespräches der diagnostik einen detaillierten schriftlichen bericht über die ergebnisse der rechenleistungsdiagnostik, der zur vorlage in der schule verwendet werden kann und erste übungsansätze und ideen zur förderung zu hause.

auf wunsch und mit einverständnis der eltern ist auch die kontaktaufnahme über telefon oder mail mit der lehrkraft des kindes zum informationsaustausch und gegebenenfalls auch zur didaktischen/methodischen abstimmung im sinne des kindes möglich. bei einer längeren betreuung kann sich auch ein persönliches gespräch mit lehrkraft und eltern als sinnvoll erweisen.

im anschluss an die diagnostik finden in meiner rechentherapeutischen praxis regelmäßige individuelle fördereinheiten (wöchentlich oder im zwei- bis dreiwochenrhythmus) in anwesenheit eines elternteils statt. am wissensstand des kindes anknüpfend wird im tempo des kindes ein neuaufbau unverstandener inhalte erarbeitet. ziel ist es, dabei missverständnisse und ineffiziente strategien aufzulösen.

in der therapie werden didaktische und methodische angebote (materialien, übungsformate, spielideen, ...) vorgestellt und deren durchführung gezeigt, zu hause erfolgen die für eine verbesserung entscheidenden übungsdurchgänge und wiederholungssequenzen. dabei ist das wesentliche anliegen die anleitung der eltern für die folgenden regelmäßigen übungseinheiten zu hause. offene fragen sowie auftretende probleme können besprochen werden. die eltern erhalten neben der exemplarischen vorführung fallweise auch schriftliche übungsanleitungen und beratung in bezug auf die wahl der fördermaterialien. 

zusammenfassung des betreuungsablaufes im schmunzelclub:

fortbildungsangebote:

vorträge zum thema rechenschwäche/dyskalkulie und zu inhalten der förderung in allen mathematischen bereichen der grundschule für pädagogen/eltern nach rücksprache.