jonglieren

bei der abhaltung zahlreicher jonglierkurse und -workshops konnte ich innerhalb der letzten zwei jahrzehnte vielfach die tollen möglichkeiten dieses sports bzw. dieser bewegungsform erleben. besonders bemerkenswert ist der hohe aufforderungscharakter der unterschiedlichen bunten jonglierutensilien. bei anderen unterrichtsinhalten sucht man oft lange nach einem guten motivationsansatz für die kinder, beim jonglieren genügt es, einfach die materialkisten in die mitte eines turnsaals zu stellen ... kinder aller altersstufen können gemeinsam nebeneinander üben und voneinander profitieren, konkurrenz bleibt weitestgehend aus, man lernt voneinander und das gerne.

es bedarf zwar einiger übung, ist aber leichter zu erlernen als man denken würde. wichtig ist neben etwas geduld nur die didaktisch richtig aufbereitete vermittlung in teilschritten.

jonglieren kennen viele als zirkuskunst, aber auch als alternativsportart hat sich das jonglieren schon weit verbreitet.

die positiven auswirkungen des jonglierens im physiologischen sowie im psychologischen bereich haben in den letzten jahren auch in ganzheitlichen therapieansätzen zunehmend eingang gefunden.

der beteiligung aller sinnesqualitäten beim wahrnehmungs- und lernprozess wird rechnung getragen und sowohl emotionale als auch bewegungsaspekte fließen bei behandlungen mit ein.

die beiden gehirnhälften sind für unterschiedliche aspekte der wahrnehmung und für die steuerung sowie die koordination der gegenüberliegenden körperseiten verantwortlich. beim jonglieren kommt es zu aktivierung und zusammenarbeit der beiden gehirnhälften (überkreuzmuster), wobei eine harmonische beanspruchung beider hälften stattfindet. 

in diesem zusammenhang stellt jonglieren ein hervorragendes mittel dar, auch kinder mit teilleistungsschwächen (siehe "schmunzelclub") ganzheitlich und freudvoll zu fördern. Bei Teilleistungsschwächen in der Raumorientierung, der Serialität oder im visuellen Bereich werden im Schmunzelclub Jonglieren und Elemente der Equilibristik (Gleichgewichtskunst) eingesetzt.

jonglieren

dient der aktivierung

hilft auch beim entspannen

fördert die entwicklung der grob- und feinmotorik

schult die ausdauer und die geduld

erfordert und fördert die konzentrationsfähigkeit

schaltet die gehirnhälften zusammen

ist nicht auf konkurrenz ausgerichtet

ist auf ein miteinander ausgerichtet

macht einfach spaß

und vorsicht: jonglieren kann zur sucht werden!

 

ausgewählte artikel über das jonglieren:

10-Ball-Jongleur  deutliche schulische verbesserung legasthener kinder 

  messbares hirnwachstum durch jonglieren

  gesundheitsaspekte

  physiologische aspekte